01 Was die Messung im Gemeindegebiet ergeben hat
Die amtliche Gemeindegliederung sagt es in einem Satz: Das Fredersdorfer Mühlenfließ trennt Fredersdorf Süd von Vogelsdorf, und die Ostbahn trennt Fredersdorf Nord von Fredersdorf Süd. Der Ort ist also zweifach zerschnitten, einmal durch ein Gleis und einmal durch ein Fließgewässer.
Wir haben nachgemessen, was das für ein Fahrzeug bedeutet, und das Ergebnis ist eindeutig. Im gesamten Gemeindegebiet gibt es zwei höhengleiche Bahnübergänge für den Kraftverkehr: den einen in der Ortsmitte an Lindenallee und Platanenstraße, gesichert mit Halbschranken samt Licht und Glocke, den anderen am westlichen Ortsrand an Feldstraße und Waldweg, gesichert mit Vollschranken. Dazu kommen sechs Fußgängerquerungen mit Vollschranke und die Fußgängerbrücke am Bahnhof, die für eine Ladung keine Rolle spielt.
Brücken gibt es im Ort durchaus, vierundzwanzig an der Zahl, aber keine einzige davon führt über das Gleis. Die Brücken an Fredersdorfer Straße, Fließstraße, Rüdersdorfer Straße und Petershagener Straße queren alle das Mühlenfließ. Wer mit einem Lastwagen von der Nordseite auf die Südseite will, hat innerhalb der Gemeinde genau die beiden Übergänge und sonst nichts.
02 Der Takt ist die Rechengröße, nicht die Schranke
Am Bahnhof Fredersdorf hält die S5, und zwar zur Hauptverkehrszeit alle zwanzig Minuten in jede Richtung. Dazu kommt auf derselben Strecke der Güter- und Fernverkehr der Ostbahn, die an dieser Stelle für 120 Kilometer je Stunde ausgelegt ist. Es ist also keine Nebenbahn, an der zweimal am Vormittag etwas vorbeikommt.
Wie lange die Schranke je Zug tatsächlich unten ist, veröffentlicht niemand, und wir behaupten dazu nichts. Wir rechnen mit dem, was belegt ist: mit dem Takt. Wer im Berufsverkehr zwischen den beiden Ortsteilen pendelt, trifft die Schranke nicht selten, sondern regelmäßig.
Dass der Ort das im Alltag beschäftigt, zeigt schon die Adresse des Rathauses. Die Gemeindeverwaltung sitzt in der Lindenallee, und die Lindenallee ist einer der beiden Übergänge. Für uns ist das kein Erdkundethema, sondern ein Punkt auf der Terminplanung.
03 Zwei Querungen oder sechzehn: das entscheidet die Wagengröße
Die Rechnung ist einfach und trotzdem stellt sie kaum jemand. Ein Umzug, der in zwei Fahrten passt, quert das Gleis viermal. Ein Umzug, der in acht Fahrten zerfällt, quert es sechzehnmal. Jede dieser Querungen kann vor einer geschlossenen Schranke enden, und zwar mit vollem Wagen und wartender Besetzung.
Deshalb messen wir vor dem Termin in Kubikmetern auf und nicht in Zimmern. Aus dieser Zahl ergibt sich, ob ein Kastenwagen reicht, ob der große Wagen kommt oder ob ein zweites Fahrzeug im selben Auftrag mitfährt. Ein zweiter Wagen, der gleichzeitig lädt, ist fast immer die ruhigere Lösung als derselbe Wagen, der dreimal hin und her fährt.
Der zweite Hebel ist die Reihenfolge. Wir laden so, dass am Ziel nicht umgestapelt werden muss, und wir legen den Wendepunkt vorher fest, damit der Fahrer nicht auf der Suche nach einer Wendemöglichkeit ein zweites Mal über den Übergang muss. Das klingt nach Kleinigkeit und ist am Ende der Unterschied zwischen einem ruhigen und einem langen Tag.
04 Was wir vor dem Umzugstag festlegen
Diese Punkte klären wir beim kostenlosen Aufmaß, nicht am Umzugsmorgen auf der Straße. Sie kosten eine halbe Stunde und sparen an einem geteilten Ort mehrere.
- Welcher der beiden Übergänge auf der geplanten Route liegt und welcher der Ausweichweg ist
- Wo der Wagen an beiden Anschriften steht, ohne den Trageweg unnötig zu verlängern
- Wo gewendet wird, damit keine zusätzliche Querung nur fürs Umdrehen anfällt
- Wie viele Kubikmeter tatsächlich zusammenkommen, Keller und Nebenraum eingerechnet
- Ob ein zweiter Wagen gleichzeitig lädt, statt einen Wagen mehrfach fahren zu lassen
- Welche Möbel zerlegt werden, weil zerlegt schlicht mehr in eine Fuhre passt
05 Was ein Umzug über die Trennlinie kostet
Abgerechnet wird wahlweise nach Stunden oder als Festbetrag nach Wohnungsgröße. Nach Stunden kostet der Kastenwagen mit Fahrer ab 44 € je Stunde, der große Wagen mit Fahrer ab 46 € je Stunde und die übliche Besetzung aus Wagen und zwei Trägern ab 48 € je Stunde. Ein zusätzlicher Wagen im selben Auftrag steht mit 24 € je Stunde auf einer eigenen Zeile, und genau diese Zeile ist bei einem geteilten Ort oft die günstigere.
Wollen Sie den Betrag vorher genau wissen, nehmen wir die Wohnungsgröße als Grundlage: zwei Zimmer ab 389 €, drei Zimmer ab 769 €, vier Zimmer ab 799 €. Fehlen nur Hände, weil das Fahrzeug schon organisiert ist, liegt die Trägerkraft bei ab 25 € je Stunde.
Für Fahrten innerhalb von Märkisch-Oderland kommt kein Anfahrtsposten dazu. Geht es darüber hinaus, weisen wir ihn vorab beziffert im Angebot aus.
06 Der Ablauf eines Umzugs von einer Seite auf die andere
Sechs Schritte, und die Hälfte davon liegt vor dem eigentlichen Umzugstag. Das ist bei dieser Ortslage kein Zufall, sondern der Grund, warum es funktioniert.
- Anfrage über das Formular, mit beiden Anschriften und dem Stockwerk
- Kostenloses Aufmaß an beiden Adressen, dabei wird das Volumen bestimmt
- Festlegen von Route, Halteplatz und Wendepunkt auf beiden Seiten des Gleises
- Schriftliches Angebot mit Wagengröße, Besetzung, Startzeit und festem Betrag
- Umzugstag: laden in fester Reihenfolge, so wenige Fahrten wie möglich
- Aufbauen am Ziel, Leerkontrolle der alten Räume, Rückgabe der Leihkisten