01 Was der Kreisbetrieb abholt und was ausdrücklich nicht
Der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland holt Sperriges bis zu dreimal im Jahr ab, jeweils bis zu drei Kubikmeter und ohne gesonderte Gebühr. Angemeldet wird online, telefonisch oder über die Abfall-App des Kreises. Mitgenommen werden Schränke, Sitzmöbel, Tische, Gartenstühle, Teppiche und ein Sanitärgegenstand je Abholung. Das ist eine großzügige Regelung, und wer nur eine Couch loswerden will, braucht dafür keinen Betrieb.
Der Haken steht in derselben Liste, nur weiter unten. Ausdrücklich nicht mitgenommen werden Zimmertüren, Bauschutt wie Fliesen, Beton und Ziegel, Sachen in Müllsäcken, alles über 50 Kilogramm und alles über zwei Meter Länge. Diese fünf Ausschlüsse beschreiben ziemlich genau, was bei einer echten Räumung anfällt: Leitern, Regalbretter, Rohre, Einbauküche, Werkbank, Heizkessel und der ganze lose Kram, der sich nur in Säcken bewegen lässt.
Genau an dieser Stelle beginnt unsere Arbeit. Wir nehmen alles mit, auch das, was die kostenfreie Abholung ausschließt, und wir führen es dorthin, wo es hingehört. Angaben zur Regelung des Kreises geprüft am 22. August 2026; Gebühren und Zeiten des Kreisbetriebs können sich ändern, unsere Leistung nicht.
02 Selbst fahren ist möglich, hat aber zwei Grenzen
Der Kreis unterhält zwei Stellen zur Selbstanlieferung. Die nähere liegt in Rüdersdorf an der Bundesstraße, 7,6 Kilometer und rund zehn Fahrminuten von unserem Betriebssitz entfernt, und ist an Werktagen von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Die zweite in Wriezen liegt 36,2 Kilometer und 43 Fahrminuten entfernt. Das sind Öffnungszeiten des Kreisbetriebs und nicht unsere; unser Büro ist Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr besetzt.
Beide Stellen haben Grenzen, die man vorher kennen sollte. In Rüdersdorf sind Fahrzeuge bis 6 Tonnen zugelassen, und abgeladen wird selbst. Ein voll beladener Wagen der nächsten Gewichtsklasse kommt dort nicht hinein. In Wriezen liegt die Grenze bei 7,5 Tonnen, dafür darf kein Stück länger als zwei Meter und breiter als einen Meter sein.
Für einen einzelnen Anhänger lohnt sich die eigene Fahrt. Für einen vollen Keller bedeutet sie vier bis sechs Fahrten, jeweils mit Beladen, Fahren, Selbstentladen und Zurückfahren, dazu die Frage, welches Fahrzeug überhaupt hineindarf. Wir fahren mit einem Wagen, der die Menge in einem Zug nimmt, und wir laden selbst ab.
03 Welche Räume wir am häufigsten räumen
Der Zuschnitt der Häuser hier bringt eine bestimmte Art von Auftrag mit sich. Räume, die nie als Wohnraum gedacht waren, sammeln über zwanzig Jahre erstaunliche Mengen an.
- Keller mit Vorräten, Konserven, Einweckgläsern und Werkzeug aus zwei Generationen
- Dachboden mit Möbeln, die einmal noch gebraucht werden sollten, und alter Dämmung
- Garage oder Carport mit Reifen, Fahrrädern, Farbeimern und Ersatzteilen
- Schuppen und Gartenhaus mit Geräten, Töpfen, Zaunresten und Brennholz
- Ein Zimmer im Haus, das nach dem Auszug der Kinder zum Abstellraum wurde
04 Wie wir vor Ort sortieren
Eine Räumung, bei der alles auf denselben Haufen wandert, ist schnell und teuer. Getrennte Materialien lassen sich günstiger abgeben, und dieser Vorteil kommt bei Ihnen an, weil wir Annahmegebühren ohne Aufschlag weitergeben.
Sortiert wird beim Tragen und nicht danach: Metall, Holz, Elektrogeräte, Bauschutt und Restabfall wandern in getrennte Bereiche auf der Ladefläche. Elektrogeräte und Altmetall gehören ohnehin auf eigene Wege, Bauschutt wird gesondert abgerechnet, weil er nach Gewicht und nicht nach Volumen zählt.
Was noch brauchbar ist, stellen wir zur Seite und fragen nach, bevor es auf den Wagen geht. Manches wandert dann doch zu Nachbarn, Familie oder in eine Sammlung. Ein Betrieb, der Brauchbares wortlos verlädt, verdient daran zweimal, und das ist nicht unsere Art zu arbeiten.
Die Räumung wird nach Kubikmetern gerechnet, ab ab 39 €, und der Betrag steht nach dem Aufmaß fest. Bei kleinen oder schwer schätzbaren Mengen ist die Abrechnung nach Aufwand ab ab 15 € je Stunde oft günstiger. Welcher Weg bei Ihnen der bessere ist, sagen wir beim Aufmaß und nicht danach.
Soll alles an einem Tag vom Grundstück, kommt ein zweiter Lastwagen zu 24 € je Stunde dazu, statt zweimal dieselbe Strecke zu fahren. Sachen, die Sie behalten möchten, verpacken wir beim Räumen gleich mit; die Kiste auf Leihbasis kostet 0,90 € je Stück und Woche, Packpapier 14 €.
Wird gleichzeitig umgezogen, läuft die Räumung im selben Auftrag mit und braucht keine eigene Anfahrt. Soll ein Teil des Geräumten nicht weg, sondern aufbewahrt werden, verwahren wir ihn tageweise ab ab 9 € am Tag für ein Abteil mit 5 Kubikmetern.
Für Fahrten innerhalb von Märkisch-Oderland kommt kein Anfahrtsposten dazu. Geht es darüber hinaus, weisen wir ihn vorab beziffert im Angebot aus.
06 Der Ablauf einer Räumung
Von der Anfrage bis zur besenreinen Übergabe sind es fünf Schritte, und keiner davon findet ohne Sie statt.
- Anfrage mit Angabe der Räume, ungefährer Menge und Zugang zum Grundstück
- Kostenloses Aufmaß vor Ort, dabei wird das Volumen in Kubikmetern bestimmt
- Schriftliches Angebot mit Volumen, Termin und Angabe der Abrechnungsart
- Räumungstag: tragen, sortieren, verladen, ordnungsgemäß abgeben
- Besenreine Übergabe, auf Wunsch mit Fotos für Vermieter, Käufer oder Verwaltung